Pop-up-Radweg in der Stuttgarter Theodor-Heuss-Straße. © ADFC/Benedikt Glitz

Pop-up-Radwege in Stuttgart: ein guter Anfang

 

Presse-Statement des ADFC Baden-Württemberg zu den ersten beiden Pop-up-Radwegen im Land. Für den Verband ist die Einrichtung der provisorischen Radwege ein wichtiges Signal in Richtung Verkehrswende.

 

Deutschland erlebt aktuell einen ungeahnten Fahrrad-Boom. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Baden-Württemberg freut sich über den Rückenwind fürs Radfahren. In vielen Städten sind die Wege allerdings noch nicht für den gestiegenen Radverkehr ausgelegt. Umso mehr begrüßt der ADFC die Einrichtung der sogenannten Pop-up-Radwege. In Stuttgart wurden zwei dieser provisorischen Radwege innerhalb weniger Wochen geplant und umgesetzt: Auf der viel befahrenen Theodor-Heuss-Straße sowie in der Holzgartenstraße können sich Radfahrer*innen künftig sicherer durch die Stadt bewegen.

„Stuttgart hat es vorgemacht, dass die schnelle und einfache Umsetzung mit wenigen Mitteln möglich ist“, sagt die ADFC-Landesvorsitzende Gudrun Zühlke. „Und das geht auch in anderen Städten und Gemeinden!“Entsprechende Regelpläne zur StVO-konformen Umsetzung von Pop-up-Radwegen hat die Berliner Senatsverwaltung bereits im März veröffentlicht. Der Beschluss des Stuttgarter Gemeinderats Pop-up-Radwege einzurichten zeigt, dass die Politik nicht das Auto als Alternative zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sieht, sondern das Fahrrad. „Das ist ein gutes und wichtiges Zeichen für die Verkehrswende“, lobt Zühlke.

Ergänzendes Radverkehrsnetz notwendig
Das mittelfristige Ziel der Städte in Baden-Württemberg muss es sein, ein lückenloses Radnetz zu schaffen. Nur so lassen sich Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen. „Die beiden Pop-up-Radwege in Stuttgart sind dafür ein guter Anfang“, sagt Zühlke. Der ADFC ist davon überzeugt, dass die Stadtverwaltung und Stadtplaner*innen durch die provisorischen Radwege wichtige Erkenntnisse gewinnen und Erfahrungen sammeln, die bei künftigen Planungen berücksichtigt werden können. Doch nur, wenn die neu entstandenen Radwege wirklich vom Kfz-Verkehr freigehalten werden und im nächsten Schritt auch die sichere Umgestaltung der angrenzenden Kreuzungen und das Errichten eines durchgängigen Radnetzes gelingen, wird der Radverkehr von den Pop-up-Radwegen profitieren. Das Ziel muss es sein, durch eine klare Trennung zwischen Radfahrenden und Autos sichere Radwege für alle Menschen einzurichten.

Anradeln des ersten Pop-up-Radwegs in Baden-Württemberg
Der erste baden-württembergische Pop-up-Radweg in der Stuttgarter Theodor-Heuss-Straße wird am Montag, 15. Juni, um 14 Uhr feierlich eingeweiht (Theodor-Heuss-Straße, Höhe Gewerkschaftshaus). Mit auf dem Rad sind neben dem Bürgermeister für Städtebau und Umwelt Peter Pätzold unter anderem der ADFC.

 


https://karlsruhe.adfc.de/pressemitteilung/pop-up-radwege-in-stuttgart-ein-guter-anfang

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