Neckartal-Radweg, zwei Radfahrer auf dem Weg zur Burg Hornberg in den Weinbergen mit Blick ins Neckartal

Neckartal-Radweg Burg Hornberg © NTRW/Adrian Weng

Neckartal-Radweg ist wichtiger Wirtschaftsfaktor

 

Radtourismus generiert rund zwölf Millionen Euro Umsatz und sichert rund 230 Arbeitsplätze.

 

Radfahren liegt im Trend: Für immer mehr Menschen ist das Fahrrad das Verkehrsmittel der Wahl – im Alltag, für Ausflüge oder auch im Urlaub. Das zeigen auch die jüngsten Ergebnisse der „Radverkehrsanalyse“ am Neckartal-Radweg im Auftrag des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg.

Sie hat untersucht, wie stark Touristen den Radweg nutzen und welchen Effekt diese auf die Wirtschaft haben. „Die Daten der Radverkehrsanalyse am Neckartal-Radweg zeigen endlich die Bedeutung des Radtourismus im Land. Wenn ein einzelner Radfernweg solche wirtschaftlichen Effekte bewirkt, kann niemand mehr daran zweifeln, dass Radtourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Baden-Württemberg ist“, erklärt Nina Schaal vom ADFC Baden-Württemberg.

„Mit der Radverkehrsanalyse und den daraus gewonnenen Erkenntnissen wollen wir unserem Ziel näherkommen, Baden-Württemberg zum Radtourismus-Land Nummer Eins in Deutschland zu machen. Die aktuellen Daten am Neckartal-Radweg zeigen uns: Der Radtourismus ist eine Boombranche. Wir wollen den aktuellen Trend verstetigen und ausbauen – damit Baden-Württemberg zum Radtourismusland Nr. 1 wird“, sagt Staatssekretärin Elke Zimmer MdL.

Hohes Ausgabenniveau von Radtouristen
Innerhalb eines Jahres wurden entlang des Radweges an insgesamt sechs Zählstellen 872.000 Radfahrer*innen gemessen (April 2019 bis März 2020). 700 davon wurden genauer über ihre Motive, Fahrtweiten, Reisedauer und Ausgaben während ihrer Tour befragt. Zudem bewerteten sie die Radwegeinfrastruktur ihrer Etappe.

Wirtschaftsfaktor Neckartal-Radweg
Die Ergebnisse zeigen ein hohes Tourismus-Potenzial für den Neckartal-Radweg: Insgesamt waren 200.000 Tagestouristinnen und -touristen und 15.000 Radwanderinnen und -wanderer auf dem Weg unterwegs. Außerdem wurde die wirtschaftliche Bedeutung des Radtourismus ermittelt. Schon 2019 erreichte der Radtourismus am Neckartal-Radweg einen Brutto-Umsatz von rund zwölf Millionen Euro und sicherte rund 230 Arbeitsplätze.

Baden-Württemberg hat Leuchtturm-Potenzial
Es gibt aber auch Luft nach oben, wie sich durch die Untersuchung herausstellte: Die Touristinnen und Touristen kommen in erster Linie aus Baden-Württemberg. Besucher*innen aus anderen Teilen Deutschlands und dem Ausland gibt es nicht viele. Zudem bewerteten die Befragten die Straßenqualität als nur mittelmäßig.

Weitere Infos:
Zusammenfassung des Abschlussberichts Radverkehrsanalyse Neckartal-Radweg

 

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Copyright: Geschäftsstelle Neckartal-Radweg/Adrian Weng

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