Ann-Kathrin Schneider, politische Geschäftsführerin des ADFC

Ann-Kathrin Schneider, politische Geschäftsführerin des ADFC © ADFC / Deckbar

Forderung der Grünen: ADFC begrüßt Vorschlag zur Lastenrad-Förderung

 

Forderung der Grünen:

ADFC begrüßt Vorschlag zur Lastenrad-Förderung

 

Der Fahrradclub ADFC begrüßt den Vorschlag der Grünen, mit Kaufprämien die Verbreitung von Lastenrädern anzukurbeln. Der Bedarf ist groß, regionale Förderprogramme reichen nicht aus und sind schnell überbucht. Um mehr Lastenrad-Verkehr zu ermöglichen, müsse aber schnellstens die Radinfrastruktur ausgebaut werden, so der ADFC.

ADFC-Bundesgeschäftsführerin Ann-Kathrin Schneider sagt: „Lastenräder haben großes Potenzial für die Verkehrswende. Sie transportieren Kinder, Einkäufe, Pakete, Handwerkskisten und Apothekensendungen – alles Anwendungen, für die sonst Autos oder Transporter genommen werden. Damit entlasten sie Städte und Klima. Der Vorschlag für eine Bundesförderung von Lastenrädern ist also ausgesprochen zeitgemäß, denn sie trägt dazu bei, den Menschen die Alternativen zum Auto schmackhaft zu machen. Dazu gehört natürlich auch eine bessere Fahrrad-Infrastruktur. Guter Lastenrad-Verkehr funktioniert nur mit breiten Radwegen und guten Fahrrad-Parkplätzen – und die sind in Deutschland noch Mangelware.“  

40% der „fLotte“-Ausleihen ersetzen eine Autofahrt

Der ADFC bietet in vielen Städten und Regionen auf ehrenamtlicher Basis Cargobikes zum kostenlosen Verleih an, z.B. in Berlin, Brandenburg, Essen, Bremen, Schleswig-Holstein, Hannover, Leipzig, Unna und Dachau. Laut Ausleih-Statistik des sehr erfolgreichen Berliner Angebots „fLotte“ wären 40 Prozent der Lastenrad-Fahrten ohne das Verleihangebot mit dem Auto gemacht worden. Schneider: „Neben der Förderung von Lastenrad-Käufen sollte auch das Lastenrad-Sharing stärker gefördert werden. Der Bedarf ist enorm.“

Regionaler Förderdschungel reicht nicht aus

Bisher gibt es Lastenrad-Förderungen vor allem auf regionaler Ebene, beispielsweise in München, Stuttgart und Tübingen sowie in den Bundesländern Berlin, Baden-Württemberg und Sachsen. Die Fördermöglichkeiten sind aber ausgesprochen unübersichtlich und reichen für den großen Bedarf nicht aus. Häufig sind die Programme nach wenigen Wochen ausgebucht und sind auf Landesebene, ebenso wie die Förderung des Bundesumweltministeriums, meist beschränkt auf den gewerblichen Bereich. Im Nationalen Radverkehrsplan hat die Bundesregierung kürzlich den Ausbau der Förderprogramme für Lastenräder ausdrücklich angekündigt. Schneider: „Lastenräder sind weit davon entfernt, eine Lösung nur für Großstädte zu sein. Auch auf dem Dorf müssen Kinder zur Kita und Getränkekisten nach Hause gebracht werden.“ 

Hinweise an Redaktionen: Einen Überblick der aktuellen Fördermöglichkeiten für Lastenräder gibt es bei cargobike.jetzt. Den erwähnten Passus aus dem Nationalen Radverkehrsplan zu Lasten- und Wirtschaftsverkehr auf dem Rad finden Sie im NRVP auf Seite 60. Ein Porträt von Ann-Kathrin Schneider sowie ein Themenfoto finden Sie unten. 

Aktionsplan für die neue Bundesregierung: Unsere Forderungen mit dem Titel „So geht #Fahrradland“ finden Sie unter www.adfc.de/bundestagswahl2021

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

 

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Ann-Kathrin Schneider, politische Geschäftsführerin des ADFC

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