ADFC Gruppe Ettlingen

 

Wie die Ettlinger ADFC-Gruppe das Albtal aufs Fahrrad bringt

 

Erst seit Anfang 2018 gibt es die ADFC-Gruppe Ettlingen - doch in den drei kurzen Jahren hat sich für Radfahrerinnen und Radfahrer in der Albtal-Metropole einiges getan. Zwischen den Ortsteilen Schluttenbach und Ettlingenweier entstand ein lückenloser, mit dem Rad befahrbarer Weg. Auf immer mehr Straßen in der Kernstadt wurde Tempo 30 Pflicht. Die Zahl der Abstellplätze für Fahrräder in der Innenstadt hat sich - teils auf Kosten von Auto-Parkplätzen - bemerkenswert vergrößert. Pfosten an Brücken und Unterführungen wurden von der Stadt so versetzt, dass Radler jetzt ungehindert hindurchfahren können. Von Rüppurr bis nach Bruchhausen verfügt Ettlingen seit einigen Monaten beidseitig über einen durchgehenden Radweg, abgesehen von einer kleinen Lücke, die demnächst mit einer umfangreichen Neugestaltung des Straßenverlaufs geschlossen wird. Und für die Route von Waldbronn in Richtung Forchheim sucht die Verwaltung im Ettlinger Rathaus auf Anregung des ADFC ebenfalls nach innerstädtischen Lösungen.

"Wir hatten es von Anfang an mit einer aufgeschlossenen Stadtverwaltung und einem zugewandten Oberbürgermeister zu tun", urteilt Johannes Kloppenborg, gemeinsam mit Klaus Wolfrum Gründer und Sprecher der Gruppe. Die Meinung des ADFC hat im Ettlinger Rathaus Gewicht, wenn es um Verkehrsfragen geht. Etwa zweimal im Jahr finden Treffen mit Oberbürgermeister Johannes Arnold und den Verwaltungsspitzen statt. Und nicht selten ziehen die Amtsleiter ADFC-Vertreter zu Beratungen hinzu - wie jüngst im Januar 2021 in der Verkehrsrunde, als es darum ging, eine Gefahrenstelle für Radfahrer an einem Zebrastreifen zu entschärfen.

Aber nicht nur mit der Verwaltung tritt die Gruppe in Kontakt, seit einigen Monaten hat sich auch die Öffentlichkeitsarbeit merklich verstärkt. Aktualitäten aus Ettlingen sowie Tipps und Tricks für Radfahrende lassen sich seither auf der Internetseite https://www.adfc-bw.de/karlsruhe/ettlingen/ nachlesen, die Beiträge der Gruppe im Amtsblatt der Stadt haben sich eine regelrechte Fan-Gemeinde erobert, und immer wieder finden Pressemitteilungen des ADFC Ettlingen ihren Weg auf die Lokalseiten der Badischen Neuesten Nachrichten. Künftig soll die Gruppe auch auf Social-Media-Kanälen vertreten sein.

Besonders für die finanziell schwächer Gestellten in der Stadt spielt die Schrauber-Gruppe eine wichtige Rolle. Mehrere Hobby-Bastler, sämtlich ADFC-Mitglieder, bringen unter dem Dach des Arbeitskreises Asyl der Diakonie Ettlingen gespendete Gebrauchträder in Schuss und geben sie gegen ein Pfand an Asylbewerber oder andere Bedürftige ab. Ihnen leisten die Schrauber einmal wöchentlich Hilfe bei kleineren und größeren Reparaturen. Für ADFC-Mitglieder ist die Schrauber-Werkstatt auf dem Gelände des Jugendzentrums "Specht" bei technischen Problemen ebenfalls Anlaufstelle.

Ein ganz besonderes Ereignis bescherte der ADFC den Ettlingern am 20. September 2020. Organisiert von Elli und Georg Gimbler und dank zahlreicher Helfer fand hier erstmals eine Kinder-Fahrraddemo im Rahmen der "Kidical-Mass"-Bewegung statt, bei der sich am gleichen Wochenende europaweit zehntausende kleine und große Radlerinnen und Radler für fahrradfreundliche Städte, sichere Radwege und Tempo 30 innerorts einsetzten. In Ettlingen zählte die ADFC-Gruppe bei schönem Spätsommerwetter trotz corona-bedingter Einschränkungen beinahe 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer - ein Riesenspaß für die Kinder und ein toller Erfolg!

Die Lobbyarbeit fürs Fahrrad bleibt jedoch auch für die ADF-Gruppe Ettlingen ein zähes Geschäft. Wirklich zufrieden werden die ungefähr 25 aktiven Mitglieder erst dann sein können, wenn Radfahrerinnen und Radfahrer in Ettlingen tatsächlich sicher und bequem von jedem A zu jedem B kommen. "Und da haben wir wohl noch einiges zu tun", sagt Johannes Kloppenborg. Eine der wichtigsten Forderungen der Gruppe ist die Verbindung aller Stadtteile mit der Kernstadt auf Radwegen, die diesen Namen verdienen.

Die Pandemie hat auch den ADFC Ettlingen seit März 2020 massiv behindert: Viele begleitete Fahrrad- und Mountainbike-Touren mussten ausfallen, und Gruppentreffen sind seither ebenfalls kaum möglich gewesen. Wenn aber die Entwicklung so weiter läuft, dürfen Ettlinger Radfahrende trotzdem optimistisch sein. Vor Gründung der Ettlinger Gruppe zählte der ADFC hier noch 64 Mitglieder. Inzwischen ist ihre Zahl auf rund 150 angewachsen.

Regelmäßige Informationen der Ettlinger Gruppe gibt es hier: https://www.adfc-bw.de/karlsruhe/ettlingen/

Kontakt:ettlingen [at] adfc-bw.de

 

Ansprechpartner Gruppe Ettlingen

Johannes Kloppenborg

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Klaus Wolfrum

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